16 Jan 2017

Wie Sie Ihre Web-Cookies zähmen

Privatsphäre Tipps

Haben Sie jemals Amazon.com besucht, nur um Dinge zu finden, die Sie im Warenkorb vergessen haben? Sie kamen zu Hulu zurück und fanden heraus, dass Sie bereits eingeloggt waren? Haben Sie jemals bemerkt, wie sich die Angebote Ihrer neuen Lieblingsseite ändern, wenn Sie auf verschiedene Links klicken? Natürlich – diese Seiten, wie die meisten Webseiten, verwenden Cookies, um sich an Sie zu „erinnern“.

How to tame your Web cookies

Solche Annehmlichkeiten machen das Leben online etwas netter und menschlicher. Sie helfen auch Vermarktern dabei, Ihre Online-Aktivität zu verfolgen und erlauben Werbetreibenden, Sie mit erstaunlicher Präzision ins Visier zu nehmen.

Also: Cookies machen das Leben etwas netter, aber sie sind nicht wirklich gut für Sie. Und obwohl der Begriff Web-Cookies nicht direkt vom leckeren Gebäck abgeleitet wird, gibt es einige Vergleichspunkte.

Eine Balance finden

Wie kann man aus Web-Cookies den besten Mix aus Annehmlichkeit und Privatsphäre herausholen? Beginnen Sie mit dem einfachsten Unterschied: Cookies von Erst- und Drittanbietern. Grundsätzlich geht ein Cookie von Erstanbietern nicht über die eigene Seite hinaus – wenn Sie die Webseite wechseln, folgt Ihnen das Cookie nicht. Und diese Art von Cookie ist ausreichend, um sich Ihre bevorzugen Seiten zu merken und Sie durchgängig einzuloggen – zumindest in den meisten Fällen.

Cookies von Drittanbietern haben diese Einschränkung nicht. Ein Dritter könnte z. B. ein Werbetreibender sein, der Werbebanner auf verschiedenen Seiten verteilt. Er weiß, dass Sie auf Amazon.com einen neuen Laptop gekauft haben. Dann, wenn Sie zu einer anderen Webseite gehen, sagen wir mal eine Nachrichtenseite, werden Sie eine Ad für genau den Laptop sehen, den Sie sich gerade noch bei Amazon angeschaut haben. Oder Sie sehen, was Ihr Partner als letztes auf Amazon gekauft hat. Oder Ihr Partner wird Ihnen Ihren Laptop stibitzen und einen Werbebanner davon sehen, was Sie kurz vor seinem Geburtstag gekauft haben.

OK, das sind ein paar mittelmäßig nervige Punkte von Cookies Dritter – aber wir sollten nicht vergessen, dass diese Informationen nicht einfach verfliegen, sondern sich ansammeln, wodurch ein umfassendes Bild von Ihnen erstellt wird, von dem andere profitieren können – und das muss nicht zu Ihrem Besten sein.

Ein anderer nützlicher Unterschied sind Session- und permanente Cookies. Session-Cookies verfolgen den User, wenn er z. B. durch das Web surft. Wenn Sie eine Seite auf Deutsch einstellen, werden Ihnen andere Seiten auch auf Deutsch angezeigt werden. Und wenn Sie morgen wieder vorbeikommen, werden Sie Ihre Sprache erneut einstellen müssen. Wenn Sie Ihren Browser schließen, werden Session-Cookies gelöscht.

Permanente Cookies leben auf Ihrem Computer und sie bleiben dort, bis sie ablaufen oder Sie sie löschen.

Es gibt viel mehr Cookies, aber wichtig ist, dass Sie wissen, wie Sie sie kontrollieren können. Sie können Cookies von Ihren Browsereinstellungen aus verwalten. In diesem Fall heißt kontrollieren löschen. Sie können Web-Cookies manuell von Zeit zu Zeit löschen – über die Verlaufsschnittstelle Ihres Browsers – oder einstellen, dass Ihr Browser die Cookies automatisch verwaltet.

Cookies in Google Chrome kontrollieren

Klicken Sie auf die Auswahlliste in der oberen rechten Ecke und wählen Sie Einstellungen → Erweiterte Einstellungen anzeigen… → Inhaltseinstellungen.

Wählen Sie im Bereich Cookies Lokale Daten beibehalten, bis Browser geschlossen wird.

Markieren Sie Cookies und Seitendaten Dritter blockieren.

Control cookies in Google Chrome

Cookies in Mozilla Firefox kontrollieren


Klicken Sie auf die Auswahlliste in der oberen rechten Ecke und wählen Sie Optionen.

Wählen Sie im linken Bereich Privatsphäre.

Wählen Sie im Dropdown-Menü unter Verlauf Benutzerdefinierte Einstellungen für Verlauf benutzen und wählen Sie dann Nie über Cookies Dritter akzeptieren.

Setzen Sie Behalten bis: auf Firefox geschlossen wird.

Control cookies in Mozilla Firefox

Cookies in Microsoft Edge oder Internet Explorer kontrollieren

In Internet Explorer:

Klicken Sie auf die Auswahlliste in der oberen rechten Ecke und wählen Sie Internetoptionen

Klicken Sie in der Registerkarte Privatsphäre auf Erweitert.

Markieren Sie Cookies automatisch überschreiben.

Wählen Sie für Cookies von Drittanbietern Blockieren und markieren Sie Sitzungscookies immer zulassen.
Control cookies in Microsoft Internet Explorer

In Edge:

Klicken Sie auf die Auswahlliste in der oberen rechten Ecke und wählen Sie Einstellungen.

Klicken Sie unter Browserdaten löschen auf Zu löschendes Element auswählen.

Wählen Sie Cookies und gespeicherte Websitedaten sowie alle andere Daten, die Sie löschen möchten, und klicken Sie auf Löschen.

Klicken Sie auf die Linkspfeile am oberen Rand des Fensters, um zurück zu den Haupteinstellungen zu gelangen.

Scrollen Sie nach untern und klicken Sie auf Erweiterte Einstellungen anzeigen.

Scrollen Sie für die Auswahl von Cookies nach unten und wählen Sie Nur Cookies Dritter blockieren.
Control cookies in Microsoft Edge browser

Eins sollten wir klarstellen: Wenn Sie Ihre Web-Cookies löschen, werden Sie nachhaltig alle „Meine Daten speichern“-Einstellungen aufheben, die Sie vielleicht weiterhin nutzen möchten — einschließlich die von Seiten mit Zwei-Faktoren-Authentifizierung. Das ist der Preis, den Sie für Ihre Privatsphäre zahlen müssen.